TSV Abteilungen

Am 9. April stand für die B-Juniorinnen des TSV Stuttgart-Mühlhausen das Auswärtsspiel bei Berneck-Zwerenberg an. Die lange Anfahrt führte uns durch schöne Landschaft weit in den Schwarzwald. Oben auf dem Platz auf 600 m Höhe angekommen, war es 3 Grad kühler als in Stuttgart. Sehr gastfreundlich war es im Vereinsheim, gab es dort Kaffee, Kuchen, Muffins und Butterbrezeln. Wir hatten viel Respekt vor den Gastgebern, die auf Tabellenplatz vier standen, die zuletzt gegen Erdmannhausen gewonnen hatten und die über die Runde etwa ebensoviele Tore erzielt hatten wie Heidenheim und Stuttgart-Mühlhausen.

Und so begann das Spiel auch mit einer sehr intensiven Anfangsphase. Berneck drängte in einem 4-4-2 mit schnellem Passspiel. Die ersten 10 Minuten spielten sich mehr in der Stuttgarter Hälfte ab. Eine vielversprechende Situation hatte Berneck in der 10. Minute, als sie mit 2 Spielerinnen in den Strafraum eindrangen und gegen nur eine Abwehrspielerin und die Torwärtin zum Schuss kamen. Im Gegenzug war Katha aus Stuttgart durch und kam zum ersten Torschuss. Zwei Minuten später wieder Stuttgart mit Flanke Jana zu Katha im Strafraum, die aber im Zweikampf nicht durchkam. Leider musste Katha nach der Szene angeschlagen vom Platz, für sie kam Anja. Gute Besserung Katha. Kurz darauf war Jana im Zweikampf im Strafraum, kam zu Fall, aber kein Pfiff und auch kein Foul. Dann Lucia durch, im 1:1 vor der Torfrau, Abpraller, Schuss von Nessi vom 16er, knapp drüber. Das Spiel hatte sich gewendet, nun waren die Stuttgarter die dominierende Mannschaft mit zahlreichen, wenn auch nicht immer zwingend ausgeführten Gelegenheiten. Aber auch Berneck war gut im Spiel, kam jetzt mit Kontern. So erkämpfte sich in der 22. Minute die 9 ganz vorne den Ball, aber es wurde nichts daraus. Wenig später noch einmal Gelegenheit für die 9. Aber auch das Feuerwerk der Stuttgarter ging weiter. Lucia setzt sich im Mittelfeld durch, spielt auf Anja im 16er, starker Schuss, aber die Torfrau hält unten links mit einer Glanzparade.  Weitere gute Gelegenheiten für die Stuttgarter durch Nessi, Lucia und Moesha, aber die Torfrau aus Berneck parierte stark. Halbzeitfazit: Die Defensive der Stuttgarter stand gut. Sie hatten zahlreiche Chancen, aber sie wurden nicht konzentriert genug zuende gespielt.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte. Die Stuttgarter drängten auf das Tor von Berneck. 44. Minute, Anita lässt die Torfrau aussteigen, aber sie legt sich den Ball zu lang vor, Toraus. Zwei weitere tolle Gelegenheiten durch Anita, beide knapp vorbei. Erst in der 51. wieder der erste Konter von Berneck, Riesenchance, knapp vorbei. Gleich darauf dann der Schock für Stuttgart: Kurzer Abstoß, Bedrängnis, zu schwacher Rückpass, Ballgewinn Berneck, 1:0 für die Gastgeber. Drei Minuten später gelang aber schon der Ausgleich durch Foulelfmeter, den Jana verwandelte. Zuvor war Anita nach langem Pass von Jana im Strafraum durch und wurde durch die Torfrau zu Fall gebracht. Es blieb strittig, ob die Torfrau vor dem Kontakt den Ball gespielt hatte oder ob der Elfmeter berechtigt war. Der nächste Schock nur eine Minute später: Nach Eckball Berneck Kopfballabwehr, dann ein Fehlpass in die Mitte, in die Arme einer Bernecker Angreiferin. Schuss aus 18 Metern halbhoch ins Eck – 2:1. Einige Zeit danach, in der 58. Minute, setzte sich Kaltrina im Alleingang gegen drei Gegnerinnen durch die Mitte durch, zog aus 18 Metern ab, Unterkante Latte, Boden, Torfrau. Ein Wembley-Tor. Wir glaubten, der Ball war hinter der Linie aber der Schiedsrichter sah es anders, kein Tor. In der folgenden Phase gelang den Stuttgartern nichts produktives, die Partie schien gekippt. Dann aber in der 65. Eckball, Kopfball Madeleine, Tor, 2:2. Das war erneut die Wende des Spiels. Jetzt lief es nur noch für die Stuttgarter. In der 67., 71. und 76. Minute konnten die Stuttgarter durch Anita, Lucia und erneut Anita das Spiel klar für sich entscheiden. Enstand 5:2.  

Den Zuschauern wurde starker Juniorinnenfussball geboten, eine spannende Zitterpartie, die erst in der Endphase entschieden wurde. Der Respekt vor der Torgefährlichkeit der Bernecker war sehr berechtigt. Auf Stuttgarter Seite gefiel die Stärke aller Spielerinnen in der Breite. Wurden einzelne Spielerinnen vom Gegner gut in Sonderbewachung genommen, so waren es eben andere, die das Spiel entscheidend prägten. Dank auch an den Schiedsrichter für eine solide Leistung, der mit dem vermeintlichen Wembley-Tor und dem Elfmeter sicherlich zwei sehr schwierige Entscheidungen zu treffen hatte. Wir freuen uns auf die nächste Begegnung mit Berneck-Zwerenberg.